Montag, 13. Juni 2016

Was Smartphones & Stiernacken miteinander zu tun haben

Liebe Yogafreunde, 

der Andrang auf unsere letzte Yogatherapie-Klasse hat es bewiesen: Der Schulter-Nackenbereich ist ein großes, oft schmerzhaftes Thema. Bisher haben wir die Computerarbeit als Schuldigen angeprangert. Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sich unsere abgeknickte Kopfhaltung beim Lesen auf dem Smartphone nicht weniger verheerend auf die Halswirbelsäule auswirkt. 

Mag sein, dass die Patienten des New Yorker Wirbelsäulen-Chirurgen Kenneth Hansraj allesamt Investmentbanker im 24-Stunden-Dauerbetrieb sind. Mag sein, dass wir nicht auf durchschnittlich 700 bis 1400 Stunden Smartphone-Checken im Jahr kommen. Aber überprüft doch nur mal zum Spaß einen Tag lang, wie oft Euer Kopf in dieser Sache nach unten abknickt…!

Ganz nebenbei belasten wir damit nicht nur den fragilen Bereich zwischen Rumpf und Kopf. Wir geben unserem Nervensystem auch ein deutlich negatives Signal. Die schlechte Körperhaltung wirkt sich auf unsere Hirnaktivitäten aus. Viele diagnostizierte Missstimmungen und Depressionen stehen laut einer Forschungsgruppe aus Auckland direkt mit Smartphone-Benutzung in Zusammenhang.

Aber zurück zu unserer Körperhaltung: Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass wir evolutionär auf dem besten Wege zum Stiernacken sind. Denn unsere Körper sind extrem anpassungsfähig. 

Bevor es soweit ist, wird es in den modernsten Fitnessstudios Trainingsgeräte für eine ausgeprägt-haltende Halsmuskulatur geben. Auf die kiloschweren Kopfnicker reagiert der Körper zwar erstmal mit Verkrampfungen und eventuell auch dem Verlust der einen oder anderen Bandscheibe. (Dehnung wird ohnehin überbewertet ;-) 

Aber irgendwann gestaltet sich die menschliche Spezies mehr und mehr um, passt sich den neuen Gegebenheiten an: Die Knochen der Wirbelsäule werden mitwachsen, weil uns die Bänder im Halsbereich immer schwerer nach unten ziehen. 

Und wie es „Süddeutsche Zeitung“ so schön im Tierreich recherchiert hat:  „Vorbild ist das Bison. Der Widerrist genannte Wirbelfortsatz, der den mächtigen Kopf hält, kann 50 Zentimeter lang werden. Der Begriff Stiernacken hätte dann beim Menschen endlich eine anatomische Entsprechung.“

Wir bei Mandala Yoga finden das derzeitige menschliche Kopf- und Nackenmaß eigentlich ziemlich perfekt – und praktizieren weiter mit einem ausgewogenen Maß an Kraft, Länge und Entspannung: 

Unsere nächste Yogatherapie-Klasse zum Thema Kopf, Hals & Nacken findet statt am Mittwoch, den 27. Juli 2016 (19 Uhr). 

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Weitere Zusatzklassen bei uns:

Schwangeren-Yoga, mittwochs, 15-16 Uhr (bis 27.7.16) ​

Sonntags-Yoga beim Parkfest Fürstenwalde, So., 26.6., 11-12 Uhr, 

Wir suchen noch Teilnehmer für diese kurzweilige und kostenlose Open-Air-Klasse! 

Yogitunes - Yoga zur Playlist, Mittwoch, 29.6.16, 19 Uhr
Yoga relaxt - Restoratives Yoga zum Abschalten und Auftanken, Mi., 20.7., 19 Uhr​

Herzliche Grüße & bis die Tage!

Beate 

Mandala Yoga
Dr.-Wilhelm-Külz-Str. 58
15517 Fürstenwalde

www.mandala-yoga-fuerstenwalde.de

Dienstag, 24. Mai 2016

Unser Yoga-Retreat auf Bali 2016 - von Göttern und Geschenken

Liebe Yogafreunde!

Zwanzig wundervoll inspirierende Tage liegen hinter mir. Bali hat sich von seiner schönsten Seite gezeigt. Die Freundlichkeit der Inselbewohner, ihre Demut und Offenheit haben mich tief berührt. Ihr Leben ist geprägt vom tiefen Respekt vor dem Größeren. Jeder einzelne Tag der "Bali-Hindus" beginnt mit einem Geschenk an die Götter. Selbst die ärmsten Familien schmücken einen kleinen Hausaltar, frische Opfer-Körbchen finden sich vor Tankstellen, Shops und jedem anderen Hauseingang. 



Zum ersten Mal durfte ich teilhaben an Ritualen, die in anderen Religionen nur den Eingeweihten vorbehalten sind. Wir bastelten Opferschalen aus Bambusblättern, erlebten wie die Götter besänftigt wurden (Wasser-Segnung) und ein Priester die Energiekanäle öffnete (Chakra-Heilung). Und ganz egal, ob wir daran glauben oder nicht. Unser Herz wäre aus Stein, wenn es nicht aufgehen würde angesichts von so viel Vertrauen und Hingabe.

Es ist weder Zufall noch Sozialromantik, dass wir ausgerechnet in den Wohlstands-fernsten Regionen so vielen Menschen begegnen, die sich ihrem Leben voller Akzeptanz zuwenden, und nicht permanent missmutig nach dem schielen, was ihnen vermeintlich fehlt. 

Und doch gibt es dort so vieles, was dringend nötig wäre: darunter Zugang zu frischem Trinkwasser für alle, eine geregelte Müllabfuhr und das in allen Teilen der Bevölkerung geschärfte Bewusstsein für den Schutz der Umwelt. 

Wir wurden von dieser Insel so großzügig beschenkt mit allem, was uns half, erholt, kraftvoll und inspiriert zurück in die Heimat zu fliegen. Der Wunsch, voller Dankbarkeit etwas zurückzugeben, wuchs mit jedem Tag. Wenige Stunden vor unserem Abflug haben Wolfgang und ich dann zufällig den Platz gefunden, wo das möglich ist. Das traumhaft schöne und gemütliche Ressort im Norden der Insel ist nicht nur der perfekte Ort für unser nächstes Yoga-Retreat. Die Anlage wird von zwei Deutschen geleitet, die sich seit vielen Jahren für Bildung und Umweltschutz engagieren. So finanzieren sie den Unterricht an einer Schule in ihrer Nachbarschaft, um den Gedanken von Nachhaltigkeit und Wertschätzung der Ressourcen schon in den Kindern der Ärmsten zu verankern. 

Während unseres nächsten Yoga-Retreats auf Bali werden wir diese Schule besuchen und unseren kleinen, aber hilfreichen Beitrag zum Erhalt der Insel der Götter leisten. Im Moment schwanken Wolfgang und ich, ob wir tatsächlich wie ursprünglich geplant noch zwei Jahre bis zum nächsten Yoga-Retreat auf Bali warten wollen. Sehr wahrscheinlich bieten wir die nächste Bali-Reise bereits im Mai 2017 an. 

Wenn Ihr Interesse habt, dann meldet Euch sehr gerne bei mir. 

Anbei ein paar Eindrücke von unserem Traumplatz im Norden und vom Unterricht.

Eine sonnige, zufriedene Zeit wünscht

Beate





Montag, 11. April 2016

Über Freundschaft


 
Früher war ich sicher: Freundschaft ist immer etwas egoistisch. Man gibt, weil man auch etwas zurückbekommen möchte. Heute weiß ich, das war ein Irrtum. Freundschaft hat andere Qualitäten als die, sich im anderen gespiegelt zu wissen.

Manchmal muss es erst wehtun, damit wir wirklich lernen können. Zum Beispiel dann, wenn eine Herzensverbindung in tausend kleine Stücke zerbricht, weil einer versucht dem anderen seine Ideen von der Welt über zu helfen. Und dabei für einen Moment vergisst, dass jeder von uns seine eigene, sehr persönliche Sicht auf das Leben hat. Meine Wahrheit ist das Ergebnis von Konditionierungen, eigenen  Erfahrungen, individuellen Reflektionen. Sie ist damit also alles andere als „wahr“ im Wortsinne, sondern einfach nur ein möglicher Weg von vielen.  

Mit der Wahrheit verhält es sich ein bisschen so wie mit einem maßgeschneiderten Anzug. Er passt nur uns. Er kleidet keinen anderen und noch schlimmer, er kann sogar verletzen, wenn er dem hineingezwängten Träger die Luft zum Atmen abschnürt.

Mag die Motivation auch noch so gut sein: In dem Moment, wo ich für meine eigene, notwendigerweise eingeschränkte Sicht kämpfe, verschließe ich mein Herz – und bin im entscheidenden Moment blind für die Bedürfnisse meines Gegenüber. Das ist der Augenblick, wo wir nicht sehen, wie das Kostbare vor unseren Augen zerbricht.  

In einer Freundschaft geht es nicht um Gleichheit, sondern eher um einen Gleichklang der Herzen. Der entsteht aus Zuneigung und - nennen wir das Kind ruhig mutig beim Namen - aus Liebe. Nur die abhängige gibt, um etwas zurückzubekommen. Die echte gibt einfach deswegen, weil sie liebt.

 

Montag, 4. April 2016

Tautropfen in einem Spinnennetz - Über Dankbarkeit

Liebe Yogafreunde,

der Urlaub ist schon wieder vorbei, das Kind ist verschnupft, vor der Waschmaschine türmen sich die Wäscheberge. An einem durchschnittlichen Montagmorgen halte ich mich an Belanglosigkeiten auf. Dabei ist es nur ein kleiner Schritt, um aus dem gefühlten Mangel in die Fülle zu wechseln.
Es reicht ein Moment der Dankbarkeit: dafür, dass mich warmherzige Menschen in meinem Urlaub umsorgt haben, dafür, dass es hervorragende Kinderärzte gibt (auch wenn ich sie mit einer Rotznase nicht behellige). Dafür, dass ein kluger Kopf die Waschmaschine erfunden hat, andere sie produzierten und ich nur einen Knopf drücken muss, damit sie jetzt in meiner Küche im Dauerbetrieb rumpelt.
Nichts existiert getrennt voneinander. Wir hätten nichts anzuziehen ohne Menschen, die unsere Kleidung produzieren. Wir hätten nichts zu essen ohne die Bauern, keine Möbel ohne Tischler... Fernöstliche Philosophien benutzen das Bild von Tautropfen in einem Spinnennetz. Jedes winzig-schimmernde Juwel spiegelt sich unentwegt in all den anderen.


 
Und doch fällt es uns so schwer, dankbar zu sein. Kein Wunder, wurden wir doch erzogen im Irrglauben an die Eigenständigkeit des kleinen Ichs. Wer viel hat, gilt viel. Aber ohne den Einsatz der anderen, nutzt uns auch unser Vermögen nichts. Zumindest kann ich persönlich mir nur sehr schwer vorstellen, auf einem abgegriffenen 500-Euro-Schein rum zu kauen. Und ich bezweifle auch, dass er satt macht.
Dankbarkeit macht uns zu glücklicheren, freigiebigeren Menschen. Das bestätigt die Wissenschaft seit längerem. An einer aktuellen Studie einer US-Universität nahmen 43 Probanden teil, alle in Behandlung wegen Ängsten und Depressionen. 22 von ihnen wurden gebeten, innerhalb von drei Wochen mehrere Dankesbriefe an Menschen zu schreiben, die ihnen in schwierigen Zeiten zur Seite gestanden hatten. Den Teilnehmern wurde freigestellt, die Briefe abzuschicken oder auch nicht. Die andere Gruppe tat unterdessen nichts.
Anschließend bekamen alle Teilnehmer unter dem Hirnscanner eine Aufgabe. Ihnen wurde mitgeteilt, sie bekämen Geld von einem Gönner. Der Spender ließ in einer Videobotschaft ausrichten, die Probanden sollten selber entscheiden, ob sie alles Geld selber behalten oder aus Dankbarkeit einen Teil der Summe an Bedürftige weitergeben wollten.

Die Teilnehmer wussten, dass das nur ein Experiment ist. Allerdings teilten die Forscher ihnen mit, eine dieser Transaktionen würde, zufällig ausgewählt, tatsächlich stattfinden. Für diese Transaktion würden sie also wirklich Geld bekommen – oder weitergeben.

Die Ergebnisse sind spannend:

Je mehr Geld eine Person weggab und je stärker bei ihr die Gefühle von Dankbarkeit waren, umso aktiver waren verschiedene Hirnregionen. Und zwar im Frontallappen, dem Sitz von Persönlichkeit und sozialem Verhalten; im Parietallappen, zuständig für Sensorik und Motorik und im für das Sehen verantwortlichen Okzipitallappen.

Die Hirnaktivitäten verliefen anders als zum Beispiel bei Empathie-Experimenten. Dankbarkeit ist also eine eigene, einzigartige Emotion.

Wer Monate zuvor einen Dankbarkeits-Brief geschrieben hatte, berichtete noch zwei Wochen nach dem Gönner-Experiment von mehr Dankbarkeit als die anderen und zeigte sogar Monate später im Hirnscanner mehr Dankbarkeits-bezogene Aktivitäten. Betroffen davon war auch jene Region, die für uns abschätzt, welche Auswirkungen unser eigenes Verhalten auf unsere Mitmenschen haben wird.
Dankbarkeit ist ein Muskel. Je mehr sie zum Einsatz kommt, umso stärker bilden sich entsprechende Strukturen im Gehirn. Je mehr wir heute bewusst Dankbarkeit üben, umso stärker werden wir sie in Zukunft spontan wahrnehmen.
Die Forscher betonen, Dankbarkeit ist selbsterhaltend - eine Art heilsam singendes Perpetuum Mobile im Kopf: Je mehr wir uns mit ihr verbinden, umso vertrauter wird uns ihre Melodie, bis das Hirn sie schließlich ganz von selbst singt, was die gesunden Auswirkungen noch vervielfacht. 

Mögen wir den Muskel Dankbarkeit ordentlich trainieren! Raus aus der kleinmütigen Enge! Rein in ein Leben als juwelenartig schimmernder Tautropfen im unendlich großen Spinnennetz!

Eure Beate

Montag, 21. März 2016

Müßiggang ist keine Faulheit

Liebe Yogafreunde!

Weckt der Gedanke an die freien Ostertage in Euch Vorfreude? Oder eine leichte Unruhe, weil vorher noch so viele Dinge erledigt werden müssen? Interessanterweise steigt genau dann der innere Druck, wenn im Außen alle Zeichen etwas Freiraum, auf Erholung und Müßiggang stehen.

Das wunderbar altmodische Wort "Muße" ist in unserem Wortschatz fast vergessen. Dabei ist es sprachhistorisch eng verwandt mit dem Wort "müssen". Nur erinnern wir uns nicht, was "müssen" eigentlich bedeutet: "Zeit, Raum, Gelegenheit haben, um etwas tun zu können". ​
"Muße hat nichts mit Faulheit zu tun", schreibt die Autorin Margit Irgang. "Im Gegenteil ist es der Raum, in dem wir etwas tun können. Diesen Zeit-Raum haben wir uns selbst ,zugemessen', und somit ist Muße das Gegenteil von Stress."


Das Verschwinden der Muße aus unserem Leben sagt mehr über unsere Haltung zum Leben als uns lieb ist. Der Geschmack von Geld, Ruhm, Anerkennung ist ein Hochgenuss. Wir fühlen uns gut, aufgewertet und insgeheim auch ein bisschen besser als die anderen. Wir sind süchtig, wollen immer mehr davon, genug ist es eigentlich nie. Oder wir haben Angst, das Erreichte wieder zu verlieren, und rennen deswegen wie ein Hamster im Rad.

Dabei merken wir nicht, dass wir einen Schatz schon verloren haben: unsere Selbstbestimmtheit. Margit Irgang: "Wir haben äußeren Dingen Macht gegeben, und jetzt diktieren die Gesetze von Geld, Ruhm und Anerkennung unser Leben, das sich immer schneller dreht, bis wir zusammenbrechen."

Welches von den Dingen, die uns heute erstrebenswert erscheinen, sind von Dauer? Das neue Auto ist in ein paar Jahren nur noch ein Haufen Schrott. Aus unserem luxuriösen Haus werden wir wieder ausziehen müssen, weil alles - unser Körper und das Haus - den Weg des Zeitlichen geht.  


Überfluss ist wunderbar! Es ist gut, ein Dach über dem Kopf zu haben, nicht nur wenn es regnet. Und es ist ein Geschenk, dass es uns an nichts mangelt. Aber weder unsere innere Freiheit noch unsere Gesundheit sind dafür ein angemessener Preis.

Ich wünsche Euch Ostertage voller Muße! Umarmt Eure Liebsten und schaut den Krokussen beim Wachsen zu!
Herzlichst, Beate

Montag, 18. Januar 2016

Das Leben ist zu kurz, um keine Pausen zu machen!

Hallo!

Habt Ihr den "Feiertag des Nichtstuns" mit einer Pause zelebriert? ​Oder war der 16. Januar ein ganz normaler vollgepackter und durchorganisierter Wochenend-Samstag? Das macht nichts! Denn es eint uns im Nichtwissen. Diffuse Müdigkeit, Nörgellaune oder leichtes Kopfweh - wir merken zwar, dass wir eine Pause bräuchten. Aber wir haben gar keine Idee mehr davon, wie Nichtstun eigentlich geht. Und eigentlich sind wir dafür doch auch viel zu beschäftigt!

Schon Goethes Faust kannte diese fiebrige Unruhe. Er hatte noch nichts von Zeitmanagement gehört, aber mit Mephisto saß ihm permanent der Vertreter der Vergänglichkeit im Nacken:
"Und was der ganzen Menschheit zugeteilt ist,
will ich in meinem inneren Selbst genießen,
mit meinem Geist das Höchst`und Tiefste greifen,
ihr Wohl und Weh auf meinem Busen häufen
und so mein eigen Selbst zu ihrem Selbst erweitern,
und, wie sie selbst, am End auch ich zerscheitern."

Könnte es sein, dass wir alle einen kleinen Mephisto auf der Schulter haben? Das ständige Machen vermittelt uns ein Gefühl von Lebendigsein. Wir wollen möglichst viel reinpacken in dieses überschaubare Leben. Vielleicht nervt uns jedes Warten im Stau, jedes Dösen auf dem Sofa deswegen, weil es eine "Leerzeit" ist, die uns letztlich ein kleines bisschen an den Tod erinnert.

Leider hat unser Drang, noch mehr zu machen und uns noch mehr zu optimieren einen Haken: Wir machen vieles gleichzeitig und verpassen so den eigentlichen wunderbar-intensiven Augenblick. Das Jetzt erfahren wir nur im Moment, nicht einen Millimeter daneben. Ist das Leben nicht viel zu kurz, um keine Pausen zu machen? Deshalb halten wir es doch lieber wie der Schriftsteller Elias Canetti: "Wenn das Telefon nicht klingelt, dann weiß ich, es ist für mich."

Herzlichst, Beate

Montag, 26. Oktober 2015

Einfach Da-Sein - Über eine wunderbare Lehrerin






Ihre bedingungslose Freundlichkeit berührt mich immer wieder aufs Neue. Yeshe Sangmo strahlt so viel Herzlichkeit und Ruhe aus, dass in ihrer Gegenwart selbst die größten Zweifler innehalten, um einen Moment durchzuatmen. Der unumstößliche Gleichmut der buddhistischen Nonne und Achtsamkeits-Lehrerin fußt auf Jahrzehnte langer eigener intensiver Meditationspraxis. 

Lama (tibetisches Wort für Lehrerin) Yeshe kennt das weltliche Leben, war Kunstlehrerin, ist Mutter und Großmutter. Und sie ist gleichzeitig tief verwurzelt in der Tradition buddhistischen Geistestrainings. Jahrelang meditierte sie in Abgeschiedenheit, klärte für sich offensichtlich einige Grundfragen des Lebens. 

Heute leitet sie das „Zentrum für buddhistische Studien und Meditation“ in Möhra bei Eisenach, begleitet dort Laienpraktizierende auf ihrem Meditationspfad. Außerdem hilft sie Patienten in psychosomatischen Kliniken, über Achtsamkeit wieder Kontakt zu sich selbst zu finden.

Ich bin glücklich und dankbar, Lama Yeshe bei Mandala Yoga in Fürstenwalde willkommen heißen zu dürfen.

Sie gibt hier am Montag, den 16.11.2015, eine Meditations-Einführung. Beginn: 18.30 Uhr.

Der einmalige und kostbare Abend ist kostenfrei. Die buddhistischen Nonnen unterrichten heute noch in der Tradition des Buddha auf Spendenbasis.

Leider haben wir nicht unbegrenzt Platz, deshalb wird um Anmeldung  gebeten unter tel. 0173-737 55 62 oder info@mandalayoga.de

Adresse: Mandala Yoga, Dr.-Wilhelm-Külz-Str. 58, 15517 Fürstenwalde, 1. OG